Die Höhlenwelt-Saga
von Harald Evers.
Die Saga besteht zur Zeit aus zwei Zyklen à 4 Büchern:
1. Zyklus
* Die Bruderschaft von Yoor
* Leandras Schwur
* Der dunkle Pakt
* Das magische Siegel
2. Zyklus
* Die Schwestern des Windes
* Die Mauer des Schweigens
* Die Monde von Jonissar
* Die Magie der Höhlenwelt
"Irgendwo in den Tiefen des Alls, in einem kleinen, abgelegenen Sonnensystem, existiert eine erstaunliche Welt. Verborgen unter der narbigen Kruste eines unscheinbaren Planeten liegt in vielen Meilen Tiefe die Höhlenwelt. Und es gibt ein uraltes, schreckliches Geheimniss, von dem heute niemand mehr etwas ahnt."
Dies ist der Ort, an dem alles beginnt - die Höhlenwelt. Die Oberfläche des Planeten, auf dem die Bücher spielen ist zerstört, komplett und unrettbar. Überlebt hat die Menschheit in tiefen, von der Oberfläche abgeschotteten Höhlen, eben der besagten Höhlenwelt. Durch kristalline Sonnenfenster dringt Licht in die Welt, ebenso schimmern durch sie schwammig die Sterne hindurch. Aufgrund der schieren Größe der unterirdischen Welt gibt es hier natürlich trotzdem Wetter, Wind und Regen. Sozusagen eine Welt mit einem Dach über dem Kopf. ;)
Die Bücher erzählen von der jungen Leandra, die nahe ihrem heimatlichen Dorf einen Mord beobachtet und darauf selbst nur knapp mit dem Leben davon kommt - sie gerät in den Büchern in einen Strudel aus Geschehnissen, die zu begreifen anfangs weit über ihren bisherigen Horizont geht. Damit beginnt das erste Buch. Die Storyline durchzukauen ist, ganz wie bei der Rhapsody-Saga, nicht möglich, aufgrund der schieren Größe (bisher 8 x 700+ Seiten) des Höhlenwelt-Universums.
Natürlich findet "unsere" Leandra im Laufe der Zeit Freunde und Feinde, was wäre das sonst auch für eine Fantasy-Geschichte. Die bisherigen zwei Zyklen sind stellenweise gewöhnungsbedürftig, wir haben es hier nämlich mit einem gemischten Fantasy-Sci-Fi-Roman zu tun, werte Leser! Ich sehe bereits, wie sich einige in den hinteren Reihen mit Grausen schütteln, aber hey, gebt der Geschichte eine Chance. Wenn ich auch persönlich eher abgeneigt bin, vom Fantastisch-Mittelalterlichen plötzlich ins Visionell-Zukünftige zu geraten.. es funktioniert, innerhalb der Bücher, doch. Man darf sich nur nicht an "Ein Fantasy-Buch ist ein Fantasy-Buch ist ein Fantasy-Buch!" festbeissen.
Konventionen haben wir doch wahrlich zur Genüge vor der realen Nase, da darf man doch zumindest literarisch mal über die Grenzen hinaus schreiten. Dies tut Harald Evers mit diesen Büchern. Es gibt zur Genüge "Mantel, Schwert und Zauberstab" zu lesen - aber "Shuttle, Phaser, Warpantrieb" kommt auch nicht zu kurz. Allerdings im positiven Sinne. Ist man anfänglich nämlich irritiert ob der "plötzlichen" Wandlung der Geschichte, so macht sie, im Nachhinein betrachtet, absolut Sinn - und dank Evers Neigung dazu, jedes wirklich jedes Buch mit jeder Menge offenen Fragen, Geschehnissen und Möglichkeiten zu beenden.. fiebert man dem jeweils nächsten Buch wirklich entgegen, hat man sich erst einmal von der Geschichte um Leandra einfangen lassen. Denn letztlich bleibt sich Evers treu - es geht um die Höhlenwelt! Und das ist es, was die Bücher voranbringt, egal, WO genau die Geschichte gerade spielt.
Diese Bücher sind jedem zu empfehlen, der nicht auf obige Konventionen und Gebräuche aus dem High-Fantasy-Bereich fixiert ist. Leandra ist ein liebenswerter Charakter, ihre Freundinnen und Freunde sind plausible Figuren, denen man ihre Beweggründe abnimmt. Dasselbe gilt allerdings auch für "die Bösen" der Bücher - keine halbgaren, blassen Schurken, die ohne "Warum und Wieso" per se Böse sind. Jede Person hat ihre Geschichte, die sie zu dem macht, was sie letztlich sind. Natürlich mag man sich nicht unbedingt auf Seiten der Bösewichter schlagen - aber wenn man sich ihrer verqueren Sichtweise einmal annimmt, ergeben ihre "bösen" Taten einen perfiden Sinn. Zwecklos grausame Personen gibt es in Evers Saga nicht. Skrupellose, über Leichen gehende Schurken, die mit einem Schulterzucken Hunderte Menschen in den Tot schicken, ja - aber wahnsinnige Psychopathen, die aus purer Lust morden, brandschatzen und kämpfen, nicht. Okay.. Rasnor ist vielleicht eine Ausnahme - aber hey, ein Quotenpsycho ist ja nun so schlimm auch nicht. :D
Ich jedenfalls warte gerne auf den dritten Zyklus und leide derweil weiter mit Victor. Ja, Leandra ist die Hauptfigur der Geschichte, aber jeder Mann, der die Bücher gelesen hat, wird mich verstehen. Victor.. du armer Hund! Ich fühle sowas von mit dir! 
1 Kommentar
Nach einer STresswoche mal wieder da :)
Das ist wieder eine Reihe die mir GANZ bestimmt gefallen wird :)
So richtig nach meinem Geschmack und wie ich lese , auch mit den Höhen und Tiefen die Frauen , oder sagen wir mal MIR , sehr gut gefällt !
LG Angie :)